© Stefan Deutsch
Knoblauchbrot auf dem Weihnachtsmarkt
Schon das Matthäus-Evangelium berichtet von drei Männern, die dem Stern Richtung Bethlehem folgen und Weihrauch, Myrrhe und Gold als Geschenk dabei haben – für uns sind es heute die drei Weisen aus dem Morgenland. Zum christlichen Urmythos passt die kulinarische Entwicklung auf dem Weihnachtsmarkt. Da sind zuvorderst beliebte regionale Gaumenfreuden wie Grünkohl mit Bregenwurst, Magdeburger Schmalzkuchen, magdeBURGER oder Lemsdorfer Lümmel. Natürlich sind Dauerbrenner wie Entenbraterei, Baumstriezel, Edithabrot, gebratener Blumenkohl, Leber im Brötchen, Thüringer Rostbratwurst sowie allerlei geschmorte Pfannen zu haben.
Aber das ist längst nicht alles, denn insgesamt ist das kulinarische Angebot auch internationaler. Dazu gehören italienische und österreichische Käsespezialitäten vom „Käse-Kaiser“, amerikanisches Pulled Pork, Corndogs und Potato-Cheeseballs, dazu österreichische Baumstrietzel, schwedische Köttbullar oder französische Flammkuchen. Schlussendlich werden orientalische Falafel oder syrisch-türkische Pizza serviert.
Auch dem „süßen Zahn“ steht fünf Wochen lang die Qual der Wahl bevor. Die Entscheidung zwischen Zuckerwatte, gebrannten Mandeln, kandierten Äpfeln, Schokofrüchten, Crêpes, Waffeln oder orientalischen Süßwaren fällt nicht leicht.
Wenn es fröstelt und man so gern ein Schluck Heißes zu sich nehmen möchte, ist der Weihnachtsmarkt genau der richtige Ort. Die Auswahl ist groß: Aus über 50 Glühweinsorten und Heißgetränken kann jeder seinen eigenen Favoriten finden. Neben Klassikern wie Feuerzangenbowle, Glögg oder Eierpunsch sind dabei auch herrliche lokale Sorten wie „Kaiser Otto Punsch“, „Domtropfen“ oder „Machdeburjer Glümmel“. Und mit dem „Irischen Kobold“ kommt in diesem Jahr eine ganz neue Hütte auf den Markt, an der man neben einem Kilkenny auch Glühwein mit Irish Whisky bekommt.

