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Vorspeise des "Atlass"
Schon vor tausenden Jahren benutzten die Nomaden Nordafrikas zur Bereitung ihrer Speisen aus Lehm gebrannte Gartöpfe. Kein Wunder also, dass die traditionelle Tajine noch heute Mittelpunkt der marrokanischen Küche ist, denn sie eignet sich bestens zum schonenden Garen.
Diese Tajine trägt spitz zulaufende, oft kunstvoll verzierte Tondeckel und ist zumeist unglasiert. Sie wird üblicherweise vorher in Wasser getaucht, damit sie sich vollgesaugt und es als Wasserdampf während der bis zu sechzigminütigen Garzeit wieder abgibt.
Das erst in diesem Sommer von Karim Bedraoui eröffnete Restaurant „Atlass“ widmet sich ganz der marokkanischen Küche, in der Gerichte mit Huhn, Lamm, Fisch und Gemüse sehr beliebt sind. Hülsenfrüchte, wie Bohnen oder Kichererbsen, sind hingegen die oft genutzte Grundbasis für landestypische Suppen wie der Harira. Ihre Basis beruht auf Tomaten, Hülsenfrüchten und Gewürzen wie Zimt, Koriander und Kurkuma. Oft wird sie mit Lamm- oder Hähnchenfleisch zubereitet. Sie steht hier ebenso auf der Vorspeisen-
Karte wie die Gerstengrütze Tchicha, marinierte Karotten oder Graa Masala, eine raffiniertes Aufeinandertreffen von Honig und Kürbis. Ein weiteres Nationalgericht ist Couscous, welches typischerweise nach dem Freitagsgebet in der Moschee gegessen wird, wenn die Familie traditionell zum Essen zusammenkommt. Das Gericht klingt einfach, ist in der Zubereitung aber aufwendig, da der Grieß von Hand gerollt und mehrfach gedämpft werden muss. Zu all dem trinkt man am besten Tee aus frisch gezupften Minzblättern. Sudenburger Bier gibt es aber auch.

