Der junge englische Hornist Ben Goldscheider ist ein Phänomen: Der Solohornist von Daniel Barenboims West-Eastern Divan Orchestra lotet für sein Instrument ständig neue Klangmöglichkeiten aus und hat bereits mehr als 50 Werke uraufgeführt – so im Januar 2024 das Hornkonzert seines Landsmanns Gavin Higgins. Gleichzeitig beherrscht er das klassische Horn-Repertoire, zu dessen Höhepunkten unbestritten Mozarts Hornkonzerte gehören. Im 5. Sinfoniekonzert bietet sich dem Publikum deshalb die seltene Möglichkeit, knapp 240 Jahre Geschichte des Waldhorns klingend zu erleben.
Passend dazu spannen auch die rahmenden Werke den Bogen von der (Neo-)Klassik bis in die Gegenwart: Igor Strawinskys hoch virtuoses Concerto in Es, komponiert für den 30. Hochzeitstag des US-amerikanischen Philanthropen-Ehepaars Robert und Mildred Bliss und benannt nach dessen Landsitz Dumbarton Oaks, bezieht sich auf Johann Sebastian Bachs Brandenburgische Konzerte. Anna Clynes Orchesterwerk Night Ferry aus dem Jahre 2012 ist dagegen von Franz Schubert und dessen intensiven Gemütsschwankungen inspiriert. Die farbig gestaltete Partitur entstand im Wechselspiel mit sieben großformatigen Gemälden, die die Komponistin zeitgleich schuf.
Ausführende:
Horn: Ben Goldscheider
Magdeburgische Philharmonie
Dirigent: GMD Christian Øland
Programm:
Igor Strawinsky: Concerto in Es Dumbarton Oaks
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Horn und Orchester Nr. 4 Es-Dur KV 495
Gavin Higgins: Horn Concerto
Anna Clyne: Night Ferry für Orchester

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