Zwei g-Moll-Sinfonien rahmen dieses Konzertprogramm: Haydns 39. Sinfonie weist nicht nur aufgrund der Besetzung mit vier Hörnern bereits auf Mozart voraus. Haydn hätte seinen Amtsantritt als Kapellmeister des Fürsten Esterházy kaum individueller gestalten können. Die Sinfonie erhielt aufgrund ihres Temperaments später den Beinamen Tempesta di mare (Sturm auf dem Meer). Mozarts berühmte Sinfonie Nr. 40 besticht durch ihre leidenschaftliche und auf die Tonart zurückzuführende düstere Stimmung. Besonders das prägnante Eröffnungsthema des ersten Satzes hat die Sinfonie zu einem der meistgespielten Werke der klassischen Musik gemacht.
Im Zentrum des Konzertprogramms steht Edward Elgars tief emotionales Cellokonzert. Es entstand 15 Jahre vor Elgars Tod als letzte große Komposition und ist unüberhörbar ein Werk des Abschieds. Uraufgeführt 1919, ist es auch der Abgesang auf eine vom Krieg zerstörte Welt: Der melancholische Beginn des 1. Satzes wird am Ende des Schlusssatzes fast wörtlich aufgenommen und der Abschiedsgestus so manifestiert. Solist Adolfo Gutiérrez Arenas ist in Magdeburg kein Unbekannter: Er war bereits 2018 hier zu Gast und nahm in der Folge eine CD mit der Magdeburgischen Philharmonie auf.

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