Das Sound-Kollektiv IV (Lasse-Marc Riek, Wieland Krause, Johannes Krause und Claus Stoermer) präsentiert eine ortsspezifische Soundperformance im Kunstmuseum Magdeburg. Seit 2016 verbindet das Kollektiv Klangkunst, Performance und experimentelle Musik.
Die klangliche Basis bilden Field Recordings, elektromagnetische Signale (EMF), modulare Synthesizer sowie selbst entwickelte Instrumente, Klangobjekte, Fundmaterial. Diesen Elementen werden von den 4 Künstlern mit improvisierten Modulationsverfahren zu hybriden Soundlandschaften zusammengeführt.
Die Aufführung im Mittelschiff der romanischen Kirche ist eine direkte Reaktion auf den konkreten Ort. Die Architektur des Raumes mit ihrer extremen Akustik – geprägt von rund acht Sekunden Nachhall – wird aktiv in das musikalische Geschehen eingebunden. Durch freie Improvisation und dialogische Interaktion entsteht eine Echtzeit-Komposition, die den Nachhall als kompositorisches Element nutzt. Der performative Charakter der Arbeit garantiert ein auditives Ereignis, das ausschließlich für diesen Raum und den Moment der Performance konzipiert ist.

