„Eskalationsjazz & Flötentöne“ heißt das neue Buch von Herbert Karl von Beesten, erschienen im ost nordost Verlag. Auf 172 Seiten versammelt der Magdeburger Autor 32 Geschichten, Gedichte, Dramatisches und Spoken Words – Gegenwartsliteratur aus ostdeutschen Anbaugebieten, vollständig analog entstanden: kein KI Text, kein E Book, kein Download, sondern echtes Papier.
Beesten verbindet westdeutsche Sozialisation mit ostdeutscher Erfahrung – ein Blick auf Heimat, der sich nicht auf „Ost oder West“ verengt. Seine Texte reichen von satirischen Zukunftsvisionen über ernste Gegenwartsbeobachtungen bis zu lyrischen Momenten voller Liebe, Humor und Trotz. Eskalationen bleiben kontrolliert, Ironie bleibt leise, und über allem liegt ein beharrliches „Dennoch“ gegen den Pessimismus.
Zu den Figuren gehören ein Temponaut, der Zeit verkauft, eine rätselhafte Oma Meume und ein Gen Loser, der Unbehagen auslöst. Zwischen den Prosastücken öffnen Gedichte kleine Atemräume – Trostpflaster und Kontrapunkte.
Beesten ist Performer: Auf Lesungen inszeniert er seine Texte mit Musik und Video, wechselt aber ebenso kraftvoll ins Münsterländer Platt. Literatur gehört auf die Bühne, gerade in Zeiten künstlicher Intelligenz.
In einer gemeinsamen Veranstaltung des Magdeburger Literaturhauses und der Stadtbibliothek stellen Herbert Karl von Beesten sowie der Schriftsteller und Lektor Albrecht Franke das Buch vor. Im Gespräch gibt es Einblicke in die Entstehung und Hintergründe des Buches, begleitet von den „Eskalationsjazzern“ Frank Schöpke (Saxophon) und Götz Günther (Gitarre). Ob dabei jemand dem Publikum auch die Flötentöne beibringt?
Die Veranstaltung soll keine klassische „Wasserglas-Lesung“ mit introvertiertem feuilletonistischem Gehabe werden, sondern durch besondere Musik und performative Elemente einen überraschenden Verlauf nehmen – verspricht Herbert Karl von Beesten.

