Eine Frau wird kurz nach der Geburt ihres Kindes zur Erholung aufs Land geschickt. Ruhe, keine Verpflichtungen, keine Aufregung – was nach Fürsorge klingt, entwickelt sich zunehmend zu einer belastenden Isolation.
Allein in ihrem Zimmer beginnt sie, die auffällige gelbe Tapete an den Wänden zu beobachten. Ihr Muster scheint sich zu verändern. Dahinter glaubt sie, eine Gestalt zu erkennen: eine Frau. Je länger sie hinsieht, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit – und desto näher rückt das, was hinter der Tapete verborgen ist.
Mit „Die gelbe Tapete“ bringt das WohnzimmerTheater Magdeburg die Erzählung von Charlotte Perkins Gilman aus dem Jahr 1892 auf die Bühne. Das Theater ist bekannt für seine besondere Nähe zum Publikum und für Inszenierungen, die sich intensiv mit inneren Zuständen und gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzen – eine Handschrift, die sich auch in dieser Produktion wiederfindet.
Der Text gilt heute als früher feministischer Klassiker und erzählt von Kontrolle, vom Nicht-Gehörtwerden und vom Versuch, sich aus einengenden Strukturen zu befreien.
Als intensiver Monolog folgt die Inszenierung ganz der inneren Entwicklung der Hauptfigur. Gespielt wird sie von Kristin Große.
Regie: Lena Merkle
Wiederaufnahme: Wiebke Kipka.
Einlass ab 18.30Uhr
Karten gibt es im Ravelin II und unter www.wohnzimmertheater-magdeburg.de


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