Grace Weaver (*1989 in Vermont, USA) ist eine der interessantesten jungen Malerinnen der Gegenwart. Mit ihren überlebensgroßen Gemälden sucht sie nach Möglichkeiten, die menschliche Form neu auszuloten, und verleiht der figürlichen Malerei des 21. Jahrhunderts neue Impulse.
Ihre Werke bestechen durch Präsenz und verbinden Anmut, Sinnlichkeit, Nachdenklichkeit und Humor. In der neuen Serie "Mothers" (2025) zeigt sie monumentale Bilder archetypischer Szenen: Mütter mit Kindern und weibliche Akte. Ihre Gemälde greifen Motive aus verschiedenen Epochen wie antike Terrakottafiguren, Cranachs Madonnen oder ägyptische Statuetten auf, und die Körperhaltungen erinnern an ikonische Darstellungen von Eva oder Aphrodite. Im Gegensatz zu ihren kunsthistorischen Vorgängerinnen bewegen sie sich jedoch nicht in einer Sphäre unantastbarer Schönheit, sondern vermitteln einen zeitgenössischen Zugang zu Identität, Körperlichkeit und weiblicher Erfahrung, der zwischen Selbstschutz und Offenheit changiert.


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