In ihrer aktuellen Serie interpretiert Mengewein vertraute Märchen auf zeitgenössische Weise. Mithilfe der Polaroid transparency übersetzt sie die bekannten Geschichten in die Gegenwart, reduziert sie auf ein zentrales Motiv und veredelt dieses mit Blattmetall. So entstehen poetische Bildkompositionen, die zwischen Erinnerung und Neuinterpretation schwingen.
„Ich arbeite als Fotografin und Grafikerin und bewege mich dabei immer wieder zwischen Sammeln, Gestalten und dem sichtbar Machen des Vergänglichen“, beschreibt Mengewein ihren künstlerischen Ansatz. Ihre Arbeiten sind geprägt von einer genauen Wahrnehmung des Alltäglichen, der Ästhetik des Zufälligen und der Faszination für das, was leicht übersehen wird.
Bekannt wurde sie unter anderem mit den Serien »Incredible India«, einer künstlerischen Auseinandersetzung mit ihren Reisen auf dem Subkontinent, »Lost in the City«, das die Stille und Dynamik urbaner Haltestellen erforscht, sowie Underwater Love und »Das flirrende Gespinst«, die intime Einblicke in die fragile Schönheit der Welt geben. Mit »Lifted Analogy« präsentierte sie 2023 erstmals Polaroid-Emulsionslifts – eine experimentelle Technik, die sie seither weiterentwickelt.
Durch die analoge Polaroid-Fotografie entdeckt Mengewein den Zufall als schöpferisches Element neu: Überlagerungen und Durchlässigkeiten führen zu einer dritten, fast skulpturalen Ebene. Zuletzt waren ihre Arbeiten 2025 auf der 3. Deutschen Sofortbildkunst in Bochum sowie auf der Kunst/Mitte in Magdeburg zu sehen.
Die Ausstellung lädt dazu ein, vertraute Märchenbilder neu zu betrachten und den feinen Übergängen zwischen Realität, Erinnerung und Fantasie nachzuspüren.

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