Der Vortrag untersucht, wie der Luftkrieg in der deutschen Literatur dargestellt wird – und wo seine erzählerischen Grenzen liegen. Ausgehend von W. G. Sebalds kritischer Reflexion über das erinnerungskulturelle Schweigen, die er 1999 in Buchform unter dem Titel „Luftkrieg und Literatur“ veröffentlicht hat, sowie Alexander Kluges fiktional-dokumentarischer Erzählung „Der Luftangriff auf Halberstadt am 8. April 1945“ (1977) zeigt der Beitrag, wie Autor*innen zwischen Faktischem und Fiktion, Empathie und analytischer Distanz neue Formen finden, um Zerstörung, Trauma und Verantwortung erzählbar zu machen. Dabei wird sichtbar, dass die literarische Auseinandersetzung mit dem Luftkrieg nicht nur historische Erfahrung reflektiert, sondern auch unsere heutigen Vorstellungen von Wahrnehmung, Gewalt, Trauma und Erinnerung prägt. Der Vortrag knüpft an das Seminar „‚Erzählen ist etwas anderes als Information‘ - Eine Annäherung an das Werk von Alexander Kluge“ an, das im Wintersemester 2025/26 im Rahmen des Programms „Studieren ab 50“ angeboten wird (weitere Infos finden Sie hier: Programmheft+WiSe+2025_26.pdf. Die Veranstaltung kann aber problemlos unabhängig vom Seminar besucht werden.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Programm "Studieren ab 50" der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg im Rahmen der Aktionswoche "Eine Stadt für alle".

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