Eine junge, lebenshungrige Frau schwankt zwischen aufrichtiger Liebe und den Verlockungen eines luxuriösen Lebens. Von ihrer ersten Begegnung mit dem jungen, leidenschaftlichen Chevalier Des Grieux bis zu ihrem Tod entfaltet sich in Jules Massenets Oper ein Drama, das von Sehnsucht und Verführung ebenso geprägt ist, wie von dem inneren Konflikt zwischen Freiheitsdrang und Pflichtgefühl.
Den britischen Regisseur James Bonas, der am Theater Magdeburg bereits 2023 "Ariadne auf Naxos" inszenierte, interessieren besonders die Geschichten der Figuren, die sich von widerstreitenden Gefühlen getrieben in tragischen Schicksalswendungen verfangen. Während Massenet musikalisch in die vermeintlich schillernde Welt des 18. Jahrhunderts entführt, reflektiert Bonas in seiner Inszenierung auch über die Zwänge und Ungerechtigkeiten einer Gesellschaft, in der das persönliche Glück dem sozialen Status zum Opfer fällt.

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