Die Foto-Retrospektive des Künstlers Wenzel Oschington "Kultur statt Zensur - Wie Vielfalt unsere Gesellschaft bereichert" zeigt auf großformatigen Fotos und in digitalen Bilderschleifen Impressionen aus dreißig Jahren vielfältigem Kulturleben in Magdeburg.
Zur Podiumsdiskussion kommen neben Wenzel Oschington Wegbegleiter*innen, Zeitzeug*innen und Kulturschaffende aus ganz unterschiedlichen Bereichen und Zeitabschnitten zu Wort, um die auf den Fotos festgehaltenen Ereignisse zu kommentieren und einzuordnen.
Gäste:
Michael Conrad (Triebwerk Magdeburg, Insel der Jugend), Maria Gebhardt (Landeszentrale freies Theater Sachsen-Anhalt), Katrin Gellrich (Moritzhof), Anne Hahn (Stadtschreiberin Magdeburg)
Moderation: Lars Johansen
Die Bilderschau kann noch bis 31.07.2026 von Mo - Fr von 10.000 bis 19.00 Uhr und Sa von 10.00 bis 13.00 Uhr im Café "Eselsohr" in der Zentralbibliothek besichtigt werden.
Über die Ausstellung: „Kultur statt Zensur“ war eine der Forderungen auf dem Magdeburger Domplatz am 4. November 1989, als mehrere Tausend Menschen für eine offene und vielfältige Gesellschaft demonstrierten. Seitdem hat sich in Magdeburg eine lebendige und kreative Kulturlandschaft entwickelt, die für Solidarität und Gleichberechtigung, Vielfalt und Miteinander ohne Hass steht. Kunst- und Kulturschaffende tragen mit ihren Aktionen, Beiträgen, Ideen und Veranstaltungen dazu bei, Magdeburg zu einer liebenswerten Stadt zu machen. Kulturvereine und Theater, Soziokulturelle Zentren und Einrichtungen sind trotz oft auch schwieriger Rahmenbedingungen zu Orten der Begegnung und der intensiven Auseinandersetzung mit aktuellen Herausforderungen geworden. Die Foto-Retrospektive des Magdeburger Fotografen Wenzel Oschington umfasst eindrucksvolle Zeugnisse mehrerer Jahrzehnte spannender gesellschaftlicher und kultureller Entwicklung in der Elbestadt. Anhand ausgewählter Moment-Aufnahmen von ganz unterschiedlichen Veranstaltungen wird das kreative Potential einer engagierten Zivilgesellschaft sichtbar, die immer stärker von bürokratischen Einschränkungen, finanziellen Kürzungen und politischen Anfeindungen bedroht wird. Die Ausstellung wirft ein Schlaglicht auf Ergebnisse und Erfolge einer langjährigen, zum Teil schwer erkämpften kulturellen Vielfalt, die zur positiven Entwicklung der Landeshauptstadt beigetragen hat und sich nun neuen existentiellen Herausforderungen gegenübersieht.
In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und der Initiative Weltoffenes Magdeburg.

