Selbsthilfegruppen sind ein wichtiges Element, um Menschen zu unterstützen, die unter körperlichen, geistigen und seelischen Einschränkungen leiden. Sie sind neben der ambulanten und stationären Versorgung, die dritte Säule im Gesundheitssystem. In Deutschland nimmt jede*r zehnte Erwachsene im Laufe des Lebens, an einer Selbsthilfegruppe teil. Das sind beeindruckende Zahlen. Aber wer sind diese Menschen, die sich wöchentlich oder monatlich zusammenfinden und ihre Probleme in gemeinschaftlicher Form, bewältigen, diskutieren und erträglicher gestalten?
In der Kontakt- und Beratungsstelle für Selbsthilfegruppen, in Trägerschaft des Caritas Regionalverband Magdeburg e.V., werden um die 140 Selbsthilfegruppen betreut mit ca. 2100 Teilnehmenden. Einige Gruppen stehen in der Öffentlichkeit und machen auf ihre Problemlagen aufmerksam, viele aber bleiben im Verborgenen. Das liegt häufig an der gesellschaftlich fehlenden Sensibilität und Akzeptanz für Themen wie Depression, Borderline oder anderer psychischer und physischer Einschränkungen. Es sind immer die „Anderen“ die darunter leiden.
Mit dem Projekt „Selbsthilfe im Portrait“ will der Caritas Regionalverband Magdeburg e.V. diesen Menschen eine Möglichkeit geben, sich der Öffentlichkeit zu zeigen, sich nicht mehr in Gruppenräumen verstecken zu müssen und selbstbewusst zu ihren Einschränkungen zu stehen. Das war für einige Beteiligte keine leichte Entscheidung. Dafür, dass sie sich zu diesem Schritt entschieden haben, sagt die Caritas "Dankeschön" und zeugt ihrer Arbeit und ihrem Mut, ihr Gesicht zu zeigen, Respekt.
Begleitet von Musik, Getränken und einem kleinen Imbiss, gibt es zur Vernissage am 13. April die Möglichkeit in die Gesichter der Menschen zu schauen, die sich in der Selbsthilfe engagieren. Die Ausstellung wird bis zum 08.05. zu sehen sein. Die Räumlichkeiten können zu den Öffnungszeiten besucht werden.
Ausstellungszeitraum: 13.4.-8.5.2026, Mo-Fr 10-19 Uhr
Mit freundlicher Unterstützung durch die BARMER und AOK


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