Vier Jahre lang hat das Sisterhood Kollektiv an dem Projekt gearbeitet – weitgehend DIY, getragen von der Szene selbst. Seit 2024 ist die Ausstellung im deutschsprachigen Raum unterwegs. „Graffiti ist zwar ’n toughes Pflaster und oft eine Männerdomäne – aber vor der Sprühdose sind alle gleich.“ Im Zentrum stehen rund 40 Video-Interviews mit Writerinnen, Fotografinnen und Wissenschaftlerinnen. Sie sprechen über Wege in die Szene, über Ausschlüsse, Freiräume und darüber, was Graffiti für sie bedeutet. Die Beiträge sind per QR-Code über das eigene Endgerät abrufbar und werden durch Fotocollagen, Zitate und einen historischen Kontext ergänzt. So entsteht kein abgeschlossenes Narrativ, sondern ein vielstimmiges Bild. „Sisterhood“ versteht sich bewusst nicht als vollständige Erzählung, sondern als Einladung: zum Zuhören, zum Austausch, zum Weiterdenken. „Es geht nicht darum, besser als andere zu sein – sondern darum, gemeinsam Raum zu schaffen.“
Parallel zur Ausstellung wird dieser Anspruch konkret: Bei einer offenen Kunstjam werden freistehende Holzcubes vor Ort gemeinsam gestaltet. Insbesondere FLINTA-Personen* sind eingeladen, sich einzubringen – der Ausstellungsraum wird temporär zum Produktionsort und zur Schnittstelle zwischen internationalem Projekt und lokaler Szene.

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