Als Teeniestar durch den Twilight-Hype geschleudert, gelang es Kristen Stewart auf beeindruckende Weise, aus dem Mainstream wieder herauszukrabbeln. Sie wandte sich dem Indie-Kino zu, suchte konsequent Rollen abseits der Erwartungen, gewann mit »Die Wolken von Sils Maria« (DE/F/CH 14) als erste Amerikanerin den französischen César und wurde für ihre Darstellung von Lady Di in »Spencer« (DE/UK/US/CL 21) oscarnominiert. Nebenbei wurde Stewart, nach einem fast beiläufigen Outing bei SNL (»I'm so gay, dude«) zu einem queeren Vorbild ihrer Generation – durch Haltung, Rollenauswahl und Sichtbarkeit.
Mit "The Chronology of Water" (USA/FR/LV 25) schließt sich nun ein Kreis: Stewart gibt ihr Regiedebüt, mit einer Verfilmung der Memoiren von Lidia Yuknavitch über Trauma, Körper, Selbstermächtigung und die Erkundung von bisexueller Identität. Premiere in Cannes 2026.
Lidia wächst im Oregon der 1970er Jahre in einem von Gewalt und Alkohol geprägten Umfeld auf. Als begabte Schwimmerin sucht sie Zuflucht im Wasser, doch Schmerz und Selbstzerstörung begleiten sie auch an Land. Erst im Schreiben beginnt sie, sich ihre eigene Geschichte anzueignen und Erfahrungen von Verletzung und Verlust in Sprache zu verwandeln. Der Film erzählt konsequent aus der Perspektive seiner Hauptfigur - körperlich, fragmentarisch, intim. Ein Trip, der unter die Haut geht.
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