Textile Materialien begleiten Menschen seit Jahrhunderten – als Kleidung, Gebrauchsgegenstand oder Kunstform. Dennoch wurde textile Kunst lange Zeit als „typisch weibliche“ und damit vermeintlich häusliche Tätigkeit abgewertet. Dabei belegen historische Wandteppiche, aufwendig gestaltete liturgische Gewänder oder Bühnenkostüme eindrucksvoll die kulturelle, ästhetische und politische Bedeutung textiler Arbeiten.
Die Ausstellung im Galerieladen knüpft an diese Tradition an und zeigt, wie vielfältig textile Kunst heute sein kann. Präsentiert werden gewebte, gestickte, genähte und gestrickte Werke, die zwischen dekorativer Gestaltung, handwerklicher Präzision und gesellschaftspolitischer Aussagekraft oszillieren. Manche Arbeiten erfüllen praktische oder ornamentale Funktionen, andere formulieren klare Statements zu gesellschaftlichen Fragen.
Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, textile Strukturen, Materialien und Oberflächen nicht nur visuell zu entdecken, sondern die besondere Haptik der Arbeiten bewusst wahrzunehmen.
An der Ausstellung beteiligt sind die Künstlerinnen Nena Cermak, Sophie Lenglachner, Claudia Simon, Yulia Lebedeva, Hanne Protzmann („Hanne webt“) sowie das Künstlerinnenkollektiv Stick'ma.
Der Eintritt ist frei.
Die Ausstellung ist mittwochs und freitags von 14 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet.

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