© Engelhardt
Verzauberter Ort am Werderufer: Theater an der Angel
Mit dem Kanon „Wenn wir lang schon nicht mehr leben, wird es dieses Haus noch geben“ zogen 2001 die „Angler“ in die alte Zuckschwerdt‘sche Villa auf dem Werder ein, jenem geschichtsträchtigen Grundstück, das schon die „Mittwochsgesellschaft“ im 18. Jahrhundert zu ihrer „glücklichen Insel“ machte. 23 Jahre lang prägt das Theater an der Angel die Kulturszene der Stadt, aber nun ist es an der Zeit für einen Wechsel: „Ines, Matthi und Aki haben sich ausgespielt und geben den Staffelstab, das Glöckchen am Einlass zum Januar 2025 weiter an die neuen Betreiber, Anne und Frank und ihre Gespielinnen.“ Der Fortbestand des Hauses ist gesichert.
Wolkenverhangen und regnerisch war dieser Novembertag, als gut zwei Elbkilometer nördlich der „Angel“ der Grundsteinlegung für einen Theaterneubau gelegt wurde: Ausgerechnet im dunkelsten Jahr der Kammerspiele Magdeburg, in dem mit Susanne Bard und Michael Günther-Bard beide Gründer verstarben, zeigt dieser helle Streif, dass es weitergeht mit diesem Freien Theater, getragen von der nächsten Generation. Entstanden ist die Idee für dieses Bauprojekt einst bei Bier und Billard zwischen Michael Bard und Freund und Förderer Fred Walch.
Ein Logentheater für Magdeburg wird im alten Elbbahnhof entstehen. Wenn das Haus fertig ist, wollen die Kammerspiele an diesem Ort zeitgenössisches Volkstheater auf die Bühne bringen, aber auch Spielstätte werden für die freien darstellenden Künste aus Sachsen-Anhalt. Es wird auch ein Ort der Erinnerung an die Gründergeneration der Kammerspiele – und vor allem für die Menschen hier.
Insel Theater
Zollstraße 19, 39114 Magdeburg
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Kassenöffnungszeiten: Mi 11-19 Uhr, außer an gesetzlichen Feiertagen
Moderate
