© Matthias Piekacz
Im Hörsaal der H2
Nach eigenem Interesse oder nach dem Arbeitsmarkt?
Welches Kriterium ist das wichtigste bei der Entscheidung für ein Studienfach (und damit gegen ein anderes)? Zuvorderst sollten unsere Neigungen stehen, schließlich füllt man mit dem Job einen wesentlichen Teil seiner Lebenszeit aus. Aber welches Interesse gibt den Ausschlag? Ist die Eins im Mathe-Leistungskurs das Argument für ein naturwissenschaftliches Studium? Spricht die Arbeit als Klassensprecher für ein soziales Fach? Und was ist mit der Freude an Fremdsprachen? Also frage dich zunächst: Wer bin ich? Was für Interessen habe ich wirklich? Will ich einen Bürojob oder lieber jeden Tag mit Menschen in Kontakt stehen? Gegen eine interessengesteuerte Wahl spricht das Argument des Marktes. So braucht man keinen Taschenrechner, um zu erkennen, dass bei beliebten Studiengängen nicht jeder Absolvent den gewünschten Job finden wird. In der Umkehrung studieren viel zu wenige z.B. Physik. Wer in dem Fach sein Examen schafft, hat den Job meist sicher in der Tasche. Wichtig ist, Gefühl und Verstand irgendwie unter einen Hut zu bekommen, denn was nützen beste Jobaussichten, wenn man schon im Studium Motivationsprobleme hat, weil das Interesse am Fach fehlt?
Lass die Maschine entscheiden
Um aus den eigenen Interessen den passenden Studiengang herauszufiltern, liefern Online-Tests hilfreiche Ergebnisse. Eine der umfassendsten Plattformen ist der Studium-Interessentest (SIT). Der Test analysiert die Stärken des Probanden. Ohne gesunde Selbsteinschätzung funktioniert es aber auch hier nicht.
