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Hand aufs Herz: In der Magdeburger Innenstadt dominiert oft noch das Praktische. Statt exzentrischer Outfits wie in Berlin sieht man hier häufig Outdoorjacke und Jeans. Genau das ist eine Chance: Magdeburg bietet viel Raum, um mit kleinen Veränderungen einen eigenen Stil zu entwickeln, ohne die Bodenständigkeit der Stadt aufzugeben.
Die Basis: Funktional, aber bewusst gewählt
In einer Stadt, in der der Wind von der Elbe auch im Sommer frisch sein kann, ist funktionale Kleidung sinnvoll. Der Weg zum eigenen Stil beginnt hier nicht bei Modestrecken aus Hochglanzmagazinen, sondern bei den Basics im Alltag.
Ein typischer Samstag startet vielleicht mit dem Gang zur Bäckerei Otto, um Brötchen fürs Wochenende zu holen. Genau dort setzt Stil an: Statt immer wieder zur schwarzen Regenjacke zu greifen, lohnt sich der Blick auf andere Schnitte und Materialien. Ein gut geschnittener Parka oder eine markante Denimjacke sind alltagstauglich, wirken aber direkt individueller. So wird aus dem praktischen Standardoutfit Schritt für Schritt ein bewusst gewählter Look.
Stilbrüche wagen: Von Hasselbachplatz bis Buckau
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Spannend wird es, wenn Gegensätze zusammenkommen. In Magdeburg funktioniert das gut zwischen den eher rauen, urbanen Ecken und einem gepflegten Ausgeh-Look. Ein einfacher Einstieg: derbe Teile mit etwas Feinerem kombinieren.
Massive Boots, die sich bei einem Spaziergang im Stadtpark oder auf dem Kopfsteinpflaster rund um den Dom oder die grüne Zitadelle bewähren, passen gut zu einem schlichten Rock oder einer schmal geschnittenen Hose. Passende Modelle, die alltagstauglich und auffällig zugleich sind, eignen sich für einen Kaffee im Café „Alt Magdeburg“ oder ein leckeres Sushi im Hyaku Mizu direkt im Hundertwasserhaus.
Für den Abend – etwa in der Kunstkantine, dem Ellen Noir oder im Geheimclub in Buckau oder im HYDE im Hassel – darf es dann etwas mutiger sein. Layering bietet sich an: Eine Lederjacke oder ein auffälliger Cardigan über einem einfachen Shirt und Jeans reicht oft, um dem Outfit eine klare Richtung zu geben, ohne verkleidet zu wirken.
Shopping in MD: Beratung statt Fließband
Für den eigenen Stil braucht es keine Trends, sondern das Wissen, was zur eigenen Figur passt. Während viele Fast-Fashion-Ketten überall gleich aussehen, lohnt sich in Magdeburg der Blick in Läden mit Beratung.
Im Allee-Center bietet zum Beispiel die Filiale von Ulla Popken Mode, die auf Passform und unterschiedliche Figuren ausgelegt ist. Hier steht im Vordergrund, die eigene Silhouette zu betonen und sich im Outfit wirklich wohlzufühlen. Wenn Kleidung richtig sitzt, wirkt selbst ein schlichtes Teil direkt persönlicher und weniger wie eine Uniform.
Inspiration in der eigenen Stadt
Ideen für neue Looks liefert der Alltag in Magdeburg selbst. Veranstaltungen sind eine gute Gelegenheit, etwas Neues auszuprobieren. Bei Rock die Festung VIII in der historischen Festung Mark, einem Spaziergang durch den Wissenschaftshafen oder einem Heimspiel des SCM: Je nach Anlass lässt sich ein Detail verändern, etwa auffällige Sneaker, ein besonderes Accessoire oder eine andere Jacke als sonst.
Es geht nicht darum, die Stadtbühne neu zu erfinden. Entscheidend ist, die direkte, unkomplizierte Art Magdeburgs im eigenen Stil aufzugreifen und ihr eine persönliche Note zu geben – Schritt für Schritt, im Alltag und beim Ausgehen.
