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Den Erregern infektiologisch auf der Spur
Ein 25-jähriger Kickboxer reist nach Koh Samui, Thailand, zieht sich im Ring Wunden zu, trägt zudem zwei frisch gestochene Tattoos am Arm und kehrt zurück in den Nahkampf, ohne dass die Haut verheilt ist. Zurück in Deutschland geht es ihm immer schlechter, Geschwüre entstehen am Arm. Im Krankenhaus lässt sich der junge Mann die rund zwei Zentimeter großen Geschwüre entfernen. Doch sie kehren zurück. Was dahintersteckt? Das gefährliche Bakterium „Staphylococcus aureus“, mit dem er sich beim Kickboxen infiziert hat. Ohne die erneute Operation und wochenlange Antibiotika hätte der Patient mitunter seinen rechten Arm verlieren können.
Mit dem Podcast „True Keim – Den Erregern auf der Spur“ hat das Klinikum Magdeburg eine Serie rund um das Thema Infektiologie veröffentlicht. Die Folgen moderiert und produziert Lisa Müller aus der Öffentlichkeitsarbeit des Klinikums. Sie hatte die Idee zum Podcast. Bei den „CommAwards 2025“ gewann das Klinikum in der Kategorie „Health PR Kampagne“ Silber und somit die höchstmögliche Auszeichnung. Dem „True-Crime“-Trend folgend, ist jede Folge wie eine Kriminalgeschichte gestaltet. Der Tatort kann der eigene Vorgarten sein oder eine Höhle in Südamerika. Der Täter ist ein Erreger, der von den Detektiven, unter anderem den Infektiologen und Kollegen anderer Fachbereiche, „gestellt“ (also diagnostiziert) und besiegt wird.
Wer in die Welt der Keime eintaucht, lernt sie nicht nur zu fürchten, sondern bekommt sie auch aus medizinischer Sicht erklärt. Auch „Staphylococcus aureus“ ist ein Bakterium, das meist harmlos auf unserem Körper lebt. Wie gefährlich es wird, hängt von Faktoren wie Umgebung, Eintritt in den Körper oder ihrer genauen Variante ab.
