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Altstadt Magdeburgs, von den Bombenangriffen am 16. Januar gezeichnet
Der 16. Januar 1945 hat sich tief ins kollektive Gedächtnis Magdeburgs eingebrannt. In jener Nacht wurden binnen 39 Minuten große Teile der Altstadt durch das von Verbänden der Royal Air Force ausgeführte Flächenbombardement zerstört. Es war der bei weitem schwerste von insgesamt 38 Luftangriffen der Alliierten auf Magdeburg zwischen 1940 und 1945.
Schon seit Jahrzehnten forschen Helmut Menzel und Sven Holste zum Thema Zweiter Weltkrieg und Magdeburg. Mit ihrem nun vorliegenden Band legen sie ein umfassendes, detailreiches Bild aller Luftangriffe auf Magdeburg vor. Und die begannen schon wenige Monate nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs. Allein für das Jahr 1940 können die beiden 25 Störangriffe auf die Elbestadt und das nahe Umland nachweisen.
Dabei dokumentieren sie nicht nur die schweren Schäden in der Stadt und die Opfer unter der Zivilbevölkerung, sondern zeichnen ein umfassendes Bild jener Kräfte, die an den Bombardierungen beteiligt waren. Also die Bomberverbände der 8. US Air Force und der Royal Air Force, dazu die Hintergründe der Bomberoffensiven gegen die Rüstungsindustrie einerseits und die Zivilbevölkerung andererseits. Breiten Raum nehmen die genauen Abläufe der Bombardements ein.
Die Darstellung des Luftkrieges um Magdeburg war bisher aus verschiedensten Gründen lückenhaft. Inzwischen konnten beide Autoren neue Möglichkeiten zur Forschung im Nationalarchiv Washington D.C. und im Londoner Nationalarchiv und im Niedersächsischen Staatsarchiv genutzt werden.
Das Buch ist als Hardcover für 43€ übber den Kultur- u. Heimatverein Magdeburg erhältlich
