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Johanniskirche
Einen beeindruckenden Panoramablick über die Landeshauptstadt können Besucher der Magdeburger Johanniskirche besonders im Frühling genießen. Der Südturm mit seiner Aussichtsplattform in 52 Metern Höhe lädt täglich außer montags zum Aufstieg ein. Hoch hinaus über die Dächer Magdeburgs geht es über das Treppenhaus des Turms mit 277 Stufen. Wer den Aufstieg gemeistert hat, wird mit einem grandiosen Ausblick über die Stadt belohnt. Außerdem können Besucher zu den Öffnungszeiten die Konzert- und Festhalle sowie die Nebenräume des historischen Gebäudes besichtigen und die ersten fertiggestellten Kirchenfenster des Künstlers Max Uhlig in Augenschein nehmen.
Der Südturm der Johanniskirche hatte 2004, finanziert durch Spenden und mit erheblicher Unterstützung der Stadt, eine neue Spitze erhalten. Für das Bauwerk engagiert sich seit vielen Jahren das Kuratorium für den Wiederaufbau. Das einst im Zweiten Weltkrieg schwer getroffene Bauwerk wird seit 1999 als Konzert- und Festsaal der Landeshauptstadt genutzt. Als Abschluss des erfolgreichen Wiederaufbaus sollen die großen gotischen Fenster der Südwand und des Chorraumes künstlerisch von Max Uhlig gestaltet werden. Dafür sammelt das Kuratorium derzeit Spenden. Informationen zu dem einzigartigen Projekt und zur Spendenaktion erhalten Besucher ebenso zu den Öffnungszeiten in der Johanniskirche.
Deren Geschichte reicht zurück bis zur Erwähnung einer der Vorgängerkirchen von 941. Im Jahr 1015 ging sie als erste so erwähnte Kaufmannskirche in Deutschland in die Geschichte ein. Martin Luther hielt 1524 in der Johanniskirche die für den Anschluss Magdeburgs an die Reformation entscheidende Predigt. Außerdem enthält die Johanniskirche auch die Begräbnisstätte des Vaters der Experimentalphysik und Erfinders der Vakuumluftpumpe, Otto von Guericke.
