© Franziska Hauser
Die neue Stadtschreiberin kommt gebürtig aus Magdeburg: Anne Hahn.
„Dinge, die tief in mir verwurzelt sind, sind die Flusslandschaft und der Dom“, sagt Anne Hahn über ihrer Heimat Magdeburg.
Als neue Stadtschreiberin möchte die freie Autorin dazu anregen, sich mit deutscher Geschichte und speziell dem DDR-Unrecht, in Hinsicht auf subkulturelle Strömungen, auseinanderzusetzen. Hahn gilt als DDR-Zeitzeugin. Mit Anfang zwanzig erlebte sie eine Folge staatlicher Unterdrückungsversuche, die sie dazu bewegten, über Aserbaidschan in den Iran zu fliehen, um so in den Westen zu gelangen. Der Fluchtversuch scheiterte. Den Mauerfall erlebte sie wegen „Republikflucht“ im Gefängnis.
So bringt die 59-Jährige eine persönliche Sichtweise mit, die sich in ihrer Veranstaltungsreihe „DaKannsteNichMeckern“ widerspiegeln wird. Von April bis Juni stellt Hahn pro Monat einen Film vor, der sich mit Subkultur und Repression in der DDR beschäftigt, und lädt anschließend zum Gespräch mit Gästen wie Annett Gröschner oder Martina Schöne-Radunski. Ihren Jugenderinnerungen, dem Punk und dem 1. FCM möchte Hahn auf Stadtspaziergängen und in Erzählsalons nachgehen, begleitet von künstlerisch bestrebten Gästen und mit Lesungen aus ihren Texten.
Bei den Lesungen kann man auf ihre Werke „Anne Hahn träumt Christian Beck“ oder „Gegenüber von China“ gespannt sein. Dazu plant sie, während ihres Magdeburg-Aufenthaltes ihr begonnenes Roman-Projekt „Ausfallschritt“ fortzuführen.
Forum Gestaltung
Brandenburger Straße 9-10, 39104 Magdeburg
Ausstellungen: Mi bis So, 14 bis 18 Uhr und bei Veranstaltungen
