© Wenzel
Chivre
Über federnde Knie, Nacken und Stammhirn haben sich die jungen Instrumental-Rocker „Chivre“ die Stimme der SWM-Talentverstärker Jury erspielt. Und das, ohne diese selbst zu benutzen. Zusammengefunden haben sich Benedict (Gitarre), Marvin (Drums), Simon (Bass) und Philipp (Gitarre) über den gemeinsamen Wunsch Post-Rock zu spielen und eine Facebook-Musikergruppe bzw. man erinnerte sich „einer Informatiker-Party, auf der wir uns mit einem coolen Typen über Musik unterhalten haben“.
Trotz einschlägiger Talentverstärker-Erfahrungen in Bands wie Nevertheless, Berlin Syndrome oder Don’t try this at home war die Entscheidung zur Teilnahme am Wettbewerb dagegen eine pragmatische. „Wir haben ein gutes Jahr im Proberaum verbracht und wollten endlich mal einen Gig haben, gerechnet haben wir nicht damit, dabei auch etwas reißen zu können. Es gab ja auch Reaktionen nach dem Motto: Äh, die haben ja gar keinen Gesang“. Und da ist sie auch schon, die Frage nach dem Gesang. Hier ist man sich jedoch einig, sich nicht unter Druck setzen zu wollen. Die Entscheidung war eine bewusste. „Wir fühlen uns gut so wie es ist.“
Mit ihrem druckvollen, dramatischen, nicht selten epischen Spacerock-Klangteppich schmettern sie ihren Zuhörern in einem Moment die volle Breitseite ins Antlitz, um im nächsten Moment in tiefe Melancholie zu verfallen. Ruhige Passagen und nach vorne reitende Ausritte wechseln sich ab bei ihrer Reise ins Ungewisse des Space Rocks. Ein Wechselbad der Gefühle mit großer Ausgewogenheit aus Wohlklang und Mut zum Experiment und Uplift. „Einfach“ komplexe Songs, mal sphärisch, mal eruptiv und im positiven Sinne verspult, verschwurbelt und verdreht. Chivre haben einen Plan, besser eine Idee und der Entwicklungsprozess ist ein steter. Lang lebe „Chivre“.
local heroes - Landesfinale Sachsen-Anhalt, 19. September, Feuerwache, www.facebook.com/chivre.band

