© Vivien Pytel
Marla und Bennet mit ihrem VW Golf 4
Ein warmer Wind fegt über die sandige Piste, hebt Staub auf, der im Licht der untergehenden Sonne glitzert. In der Ferne brummt eine Kolonne aus 25 Fahrzeugen über den Boden, jedes Auto vollbepackt mit Ausrüstung und Matratzen. Am Steuer sitzen Abenteurer aus Deutschland, die eine gemeinsame Mission haben: Einmal quer durch Afrika – und dabei Gutes tun.
Mit dabei sind dieses Mal Bennet (20) und Marla (21), zwei Journalismus-Studenten der HS2. Für beide ist es das erste Mal in Afrika – und zugleich eine Gelegenheit, ihre Leidenschaft fürs Reisen mit einem sozialen Anliegen zu verbinden. Bennet, der schon mit 18 im umgebauten Van durch Europa fuhr und als Backpacker Asien erkundete, entdeckte die Rallye über Instagram. Nur zwei Wochen nach ihrem Kennenlernen fragte er Marla, ob sie mitkommen wolle. Jetzt teilen sie sich einen gebrauchten VW Golf 4 Variant, in dem sie reisen und schlafen werden. Finanziert haben sie das Auto durch eine „Gofundme“ Spendenseite.
Der Startpunkt ist in Spanien – genauer: in Tarifa am 28. Dezember. Von dort aus geht es in drei Wochen durch Marokko, über die Wüsten Mauretaniens bis in den Senegal. Hierbei zählt nicht die Schnelligkeit. Sieger sind die, die ankommen.
Jede Etappe bringt neue Herausforderungen: Sandpisten, spontane Reparaturen, Nächte unter dem Sternenhimmel. Mit einer Kamera filmen die beiden ihre Reise, daraus soll ein Dokumentarfilm für ihren Hochschulkurs entstehen.
Zuletzt werden die Autos in Mauretanien verkauft – an lokale Händler. Der Erlös geht an die AEPN Mauretanienhilfe e.V. und fließt in Bildungsprojekte vor Ort: die Schule wird weiter ausgebaut, Kinder und ihre Familien werden finanziell unterstützt. Pro Rallye kommen so zweimal jährlich zwischen 60.000 und 70.000 Euro zusammen.
