© Engelhardt
Ulrich Grimm
Uli Grimm machte sich nach der Wende selbständig und gründete dazu die Galerie Grimm
Den Beruf als Siebdrucker hat Uli Grimm von der Pike auf gelernt, ein exklusives Gewerbe, von dem es zu DDR-Zeiten nur wenige gab. Entsprechend gefragt waren seine in Kleinauflagen hergestellten Drucke in der Kunstszene.
Der Sprung in die Marktwirtschaft war dagegen nicht so einfach. Er entwickelte die Grafikdruckwerkstatt zum kleinen Unternehmen, das sich auf die Herstellung von Originalgrafik, Grafikkalender, Grafikmappen und Büchern im Siebdruckverfahren spezialisiert hat. Dazu hat er eine eigene Galerie, um die Drucke besser vermarkten zu können. Und neue Ideen, wie seinen Kunstverleih und den Rahmungsservice. Die Galerie ist heute seine wichtigste Projektionsfläche und kultureller Treffpunkt der Stadt. Im Zeitalter des Digitaldrucks fühlt er sich aber immer mal wieder genötigt, zu kommunizieren, wie aufwendig die traditionelle Siebdruckerei tatsächlich ist. Es ist noch nicht lange her, da hat er seinen 60. Geburtstag gefeiert. Denkt er an den Ruhestand? „Gegenfrage: Kennt jemand einen Künstler, der in den Ruhestand gegangen ist?“ Will heißen: einmal Siebdrucker, fürs ganze Leben Siebdrucker.
Galerie Edition Ulrich Grimm, Jean-Burger-Straße 2, Tel: 622 83 07
