© Nina Kutschera
Eigene Gefühle und die der Kinder verstehen lernen: Melanie Wunderling
Zur Coronazeit veröffentlichte Melanie Wunderling erstmals Erziehungstipps auf Instagram. Kaum vorstellbar wäre gewesen, dass aus dem Hobby-Kanal der Magdeburger Ergotherapeutin später zwei Praxen, ein Netzwerk für Fachkräfte-Entwicklung und eine Reichweite von fast 500.000 Followern resultieren sollten. Doch das Interesse an ihrem Rat wuchs schnell – egal ob sie erklärt, wie Tauziehen beim Schreibenlernen hilft, über Altersspezifika spricht oder Spieltipps für Regentage gibt. Den Hauptfokus von Wunderlings Kanal, die sich nach ihrer Ausbildung auf Pädiatrie und Neurodivergenzen spezialisiert hat, bestimmt jedoch die Kindespsyche. „Ich will Eltern, die durch dieses Schul- und Gesundheitssystem verloren sind, abholen und weiterbilden“, sagt die 38-Jährige. Dieses Vorhaben füllt nun auch die Seiten ihres Erziehungsratgebers.
„Starke Gefühle in der Familie sicher begleiten“ ist am 19. August erschienen und hilft Eltern, die eigene Gefühlswelt sowie die ihrer Kinder zu verstehen und zu regulieren. Kapitel zum Verständnis für Emotionen oder das Nervensystem sind ebenso Teil wie praktische Tipps. So lernt man mit dem Ankersatz oder der Türklinkenpause in Stresssituationen innere Ruhe zu finden, aber auch, wie man Gefühlsausbrüche des Kindes vorhersieht und verhindert. „Mir ist wichtig, dass der Leser versteht, warum werde ich wütend, wann ist Zeit für eine Pause, bevor ich mein Kind anbrüllen möchte“, erklärt Wunderling und betont: Emotionsregulierung beginnt immer bei den Eltern selbst.
