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Next Generation: Nico Barth und Arno Frommhagen im Café Flair
Es ist ein gedanklicher Schritt zurück in die wilde Wendezeit. Als 1991 die Gaststätten der einstigen Handelsorganisation der DDR von der Treuhand ausgeschrieben wurden, war das für Arno Frommhagen der Anfang. Mit zwei Kölner Geschäftsleuten, die er in Magdeburg kennengelernt hatte, legte er ein Konzept für die Räume der „Aserbaidshanischen Teestube“ vor – und bekam den Zuschlag. Eine halbe Million D-Mark investierten sie in den Umbau, im Herbst 1991 feierten sie die Eröffnung ihres Restaurants und Cafés „Flair“.
Und während in den zurückliegenden 35 Jahren hunderte Betriebe öffneten und wieder schlossen, ist das „Flair“ bis heute eine der angesagtesten Gastwirtschaften geblieben. Mit der zentralen Lage in der Fußgängerzone am Alten Markt ist das allein nicht zu erklären. „Man muss beständig am Puls der Zeit sein, erkennen, welche Trends wichtig sind und welche nicht.“ Dieses Gespür für Trends zeichnet Frommhagen bis heute aus, Im Flair gab‘s den ersten Milchkaffee der Stadt, den ersten W-LAN-Hotspot, die ersten Terrassen-Heizstrahler.
2011 kam Sohn Nico ins Geschäft – und hat seither immer wieder eigene Weiterentwicklungen, ob im Design des Ladens oder auf der Karte, eingebracht. So setzte er durch, dass vegetarische und vegane Gerichte auf die Karte kamen, später auch Burger und zuletzt der Bratfisch.
Den Generationswechsel haben beide Stück für Stück vorangetrieben. Nun steht er vor dem Finale: Nach 35 Jahren gibt Frommhagen den Betrieb vollständig an seinen Sohn ab. Nico Barths aktuelle Herausforderung ist aber eher eine andere: Die MVB-Baustelle direkt vor dem Haus, „aber eine solche haben wir auch vor 20 Jahren schonmal überstanden.“ erinnert sich Frommhagen.
©Wenzel
Flair
Breiter Weg 21, 39104 Magdeburg
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Mo-Sa 8.30-openEnd Uhr, So 10-0 Uhr
Moderate
