© Jasmin Giesenregen
Kakao in Reinform
„Mama Cacao“ ist eine liebevolle, respektvolle Bezeichnung für die Kakaopflanze, die ihren Ursprung in den indigenen Kulturen Mittel- und Südamerikas hat. Die Bezeichnung geht auf die Verehrung von Kakao als Geschenk der Götter zurück. Insbesondere die Mayas und Azteken sahen Kakao als Medizin oder Währung an. Der heutige, im Supermarkt erhältliche Kakao ist durch die industrielle Verarbeitung nicht mit dem ursprünglichen zu vergleichen. Die wertvollen Inhaltsstoffe wie Kakaobutter, Proteine, Magnesium, Eisen sowie stimmungsaufhellende Wirkstoffe wie Serotonin und Dopamin gehen bei der industriellen Verarbeitung mit Palmfett, Zucker und Molke fast komplett verloren.
Jana Köhler entdeckte 2021 den Kakao für sich, als sie auf einer persönlichen Suche nach Heilung und einer Verbindung zu sich selbst war. Sie bezeichnet sich als Scanner-Persönlichkeit, weshalb ihre Interessen soweit reichen, dass sie mehrere Studienabschlüsse gemacht hat, darunter auch Psychologie.
Die dreistündigen Zeremonien finden in der Alten Apotheke statt, die sich während des Rituals in ein mit Kerzenschein und Sitzkissen ausgelegtes Wohnzimmer verwandelt. Jana rührt den Kakao mit warmem Haferdrink liebevoll an. Bei der Ware achtet sie auf Qualität und fairen Handel. Ihren Kakao kauft sie bei „Mischa“, einem Projekt, das 2019 mit der Vision gegründet wurde, durch zeremoniellen Kakao mehr Liebe und Achtsamkeit in die Welt zu bringen. Ein Kilo kann hier auch mal 140 Euro kosten.
In einer lauter und schneller werdenden Welt möchte Jana mit ihren Kakao-Ritualen einen sicheren Raum für Achtsamkeit, Heilung und bewusste Transformation schaffen. „Wer teilnimmt, gönnt sich eine bewusste Auszeit für sich selbst, für die eigene Seele. Ein Ritual, das nährt, verbindet und berührt“, findet sie.
