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Die Zahlen sind erschreckend: fast jeder Zehnte der 15-25-Jährigen in unserem Bundesland ist ohne Arbeit, 80% der Betroffenen stehen auch ohne anerkannten Berufs- oder Schulabschluss da. Fast noch erschreckender ist die Tendenz, denn allein in den letzten zehn Jahren stieg die Zahl um 12%.
Als Reaktion hat die Landesregierung und die Bundesagentur für Arbeit den „Masterplan Zukunftsgeneration Sachsen-Anhalt“ entworfen. Im Kern setzt dieser Plan auf vier Handlungsfelder. Eines ist der unmittelbare Übergang von der Schule in die Ausbildung. Dabei sollen Jugendhilfeberater gezielt helfen, indem sie Jugendliche im Rahmen von Förderprogrammen wie STABIL anleiten, ihnen praktische Arbeit in Werkstätten vermitteln, bei der Jugendliche ihre Ausbildungsfähigkeit gezielt verbessern sollen. Ein anderer Ansatz des Masterplans sind der Ausbau von Nachqualifizierungen durch Familienintegrations-Coaches, die Jugendliche und ihre Eltern dabei unterstützen, den Weg in eine geeignete Ausbildung zu finden.
Das ambitionierte Ziel des Plans ist es, die Jugendarbeitslosigkeit bis 2030 mehr als zu halbieren und die Zahl der Berufsabschlüsse zu erhöhen. Geschafft werden soll es letztlich durch eine engere Zusammenarbeit von Arbeitsmarktakteuren und Schulen, ein größeres Angebot zum Nachholen von Abschlüssen und eine stärkere Praxisorientierung an Schulen.
