© Thomas Sasse
Das Popkulturzentrum im Umbau
Das ehemalige Umspannwerk in der Liebknechtstraße ist heute kaum wiederzuerkennen. Seit 2022 befinden sich darin voll intakte Proberäume der Deutschen Rockmusik Stiftung. Nun ist auch der Ausbau eines gut 100m² großen Saals abgeschlossen. Dieser dient ab sofort als „Popkulturzentrum“. Der Raum hat eine kleine Bühne, ist schallisoliert und mit einem Beamer sowie Licht- und Soundtechnik ausgestattet. Das Projekt ist eine Kooperation mit dem gemeinnützigen Verein Aktion Musik/Local Heroes. Dessen Geschäftsführerin Julia Sasse schwärmt von der Bandbreite der Nutzungsmöglichkeiten. Kleine unverstärkte Konzerte, Recordings größerer Gruppen, Podcasts oder Hörbüchern sowie Lesungen, Pressekonferenzen und Filmabende kratzen dabei nur an der Oberfläche. „Hier können wir den Raum für Kultur neu denken,“ sagt Sasse stolz.
Das Netzwerk Kultur e.V. hat mit einem Kulturfrühstück schon den ersten fixen Termin. In der Theorie soll jeder den Raum zu einem fairen Tarif und ohne große bürokratische Hürden nutzen können. Kommerzielle Einmietungen sollen die Nichtkommerziellen gegenfinanzieren. Aktuell läuft der Kontakt über Instagram, eine Website ist in Arbeit.
Finanziert wurde der Ausbau des Popkulturzentrums von Fördermitteln des Landes in Höhe von 600.000 Euro. Laut Sasse habe sich vor allem die Landtagsfraktion der SPD und deren Sprecher für Wirtschaft, Tourismus, Kultur, Medien sowie Europa Holger Hövelmann dafür stark gemacht. Sie betont: „Das Budget kam aus Steuermehreinnahmen und nicht aus dem bestehenden Topf für Kultur, also mussten andere Projekte trotz unserer Förderung nicht mit weniger rechnen.“
