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Fabienne Königstein beim Lauftraining in Magdeburg
„Früher war der Motivator die Goodie-Bag nach dem Rennen“, erzählt Fabienne Königstein, die als Kind für Süßigkeiten und Buntstifte ihre Laufschuhe schnürte. Eine Karriere als professionelle Läuferin war noch nicht in Sicht, zum Glück: „Kinder, die früh gut sind, empfinden meist starken Leistungsdruck. Ich war es aber nie gewohnt zu gewinnen“, erinnert sich die 33-Jährige. So blieb der Spaß am Sport ihr Antrieb.
Dieser führte die aus der Nähe Heidelbergs stammende Marathoni 2018 zur EM in Berlin, wo sie als schnellste Deutsche den elften Platz belegte. Nach weiteren Erfolgen folgte 2021 eine Oberschenkelverletzung. Die nötige Operation zwang Königstein in eine lange Pause. Doch sie sah es als Chance, um sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Nicht nur das, sie arbeitete sogar parallel am Comeback: „Ich hatte eine unkomplizierte Schwangerschaft und habe durchtrainiert.“ Nur neun Monate nach der Geburt ihrer Tochter Skadi lief sie die gut 42 Kilometer in Olympianorm. Und trotz Verletzungen erreichte Königstein beim Berlin-Marathon 2025 mit 2:22:17 erneut als schnellste Deutsche das Ziel.
Diesen Erfolg feierte sie in ihrer neuen Heimat Magdeburg. Hier lebt sie mit Ehemann und Trainer Karsten, der als Sportmediziner eine Forschungsstelle leitet. Wenn sie im Stadtpark ihre Tempoläufe macht, nimmt sie die Familie einfach mit. Ihr Mann wechselt vom Papa zum Trainer und wieder zurück. Gemeinsam richten sie ihren Fokus auf die EM in Birmingham: „Ich werde im Spitzenfeld mitlaufen und hoffe auf eine Medaille in der Einzelwertung“, die gewann sie bisher nur im Team.
EM in Birmingham, Startschuss für den Marathon: 16. August, 8:30 Uhr
