© Stephan Bischoff
Das „Beastboat“-Team unterstützt von der Trommlerin vorne im Boot
„Wann schicken wir Ikkimel zur Weltmeisterschaft?“, fragt die Berliner Rapperin in ihrer Single „Who‘s That“. Mit dem Drachenboot-Team des Wassersportvereins Buckau-Fermersleben e.V. rückt dieser Wunsch in greifbare Nähe. Denn beim Training und vor Wettbewerben ist Rap- oder Technomusik das Markenzeichen der Sportgruppe von Teammanager Thomas Dunkel. „Dafür lieben und hassen uns andere Teams“, sagt der 50-Jährige, der die Musikauswahl über Künstler wie Ikkimel den jüngeren Mitgliedern überlässt. Diese sind es auch, die die Spitzengruppe des Vereins, das „Beastboat“, bilden.
In dem schmalen Boot, das für die Rennen traditionell mit Drachenkopf und -schwanz verziert wird, sitzen je nach Länge 10 oder 20 junge Paddler in Zweierreihen. Gelenkt vom Steuermann und im Takt des Trommlers stechen die Athleten synchron ins Wasser, und das mit Erfolg. Bei der WM 2024 in Italien gewannen Männer-, Frauen- und gemischte Boote des „Beastboats“ Silber- und Bronzemedaillen. Im vergangenen Jahr kam bei den 10er-Frauen sogar ein EM-Sieg dazu. Jenes Frauenteam und ein „Mixed-Boat“ sind auch für die diesjährige WM in Taiwan qualifiziert, die am 29. August startet.
„Taiwan ist nicht Italien“, erklärt Dunkel. Damit ist der Stellenwert des Sports in Asien gemeint, denn dort entsprang er, dort trainieren die stärksten Teams und locken die meisten Zuschauer an. Der Satz bezieht sich aber auch auf die Reisekosten, die für die Studenten und Abiturienten im Team nicht alleine tragbar sind. Ihr Spendenaufruf mit dem Ziel, 5.500 Euro zu sammeln, soll nur eine kleine Unterstützung sichern. Dennoch betont der Verein, dass jeder Beitrag zählt, um auch dieses Jahr die Stadt würdig zu vertreten.
