© Oliver Wiebe
SCM Trainer Geir Sveinsson
Er hat kühles isländisches Blut: SCM-Trainer Geir Sveinsson
Wenn in der GETEC-Arena die Profi-Handballer zur Einlaufshow gerufen werden, kommt Trainer Sveinsson bewusst über Nebenwegen aufs Parkett geschlängelt und sucht sich seinen Platz auf der Bank – oder ganz unkonventionell auf einer Kiste Mineralwasser. Der 51-jährige Isländer ist einer der zurückhaltenden Typen. Seine Erfahrungen aus 340 Spielen im Nationalteam Islands bringen die nötige Ruhe in die laute Welt der Handball-Arenen.
Im Sommer 2014 kam Sveinsson vom österreichischen Rekordmeister Bregenz an die Elbe. Seitdem hat er aus der Truppe um Grafenhorst, van Olphen, Narek, Quenstedt und Rojewski ein siegfähiges Team geformt, das mit den drei millionenschweren Topvereinen der Liga mithalten kann und sie, wie gerade in Flensburg vorgemacht, in eigener Halle schlagen kann. Eine erstaunliche Konstanz. Im Vergleich zum 9,5 Mio-Etat von Liga-Krösus THW Kiel hat Sveinsson weniger als die Hälfte zur Verfügung. Unter den fünf Besten der Liga ist der SCM derzeit kaum wegzudenken, dazu wurden langjährige Topteams wie die Füchse Berlin distanziert. Nebenher gelang es dem Verein, die Schulden erheblich zu tilgen – für eine halbwegs stressfreie Arbeit des SCM-Trainers nicht unwichtig. Mittlerweile schielt man sogar wieder Richtung Championsleague, dazu ist das Final Four im DHB-Pokal im Heimspiel gegen Göppingen absolut erreichbar.
1. März, 17:15 Uhr: SCM – TSV H.-Burgdorf; 4. März, 19 Uhr: SCM – FA Göppingen (DHB-Pokal); 18. März, 19 Uhr: SCM – TBV Lemgo; 29. März, 17:15 Uhr: SCM – TuS N-Lübbecke, GETEC-Arena
