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© Hans-Joachim Schubert
Collage aus Fotopapier, 2017
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© Wolfram Schubert
Straßenansicht von Mistroi, Öl auf Leinwand, 2009
65 Jahre ist es her, dass Hans-Joachim Schubert nach seiner Fotografenlehre in Tangermünde ein Studium an der Fachschule für Angewandte Kunst Magdeburg begann. Ab 1972 war er dann als Fotograf tätig. Sein Bruder Wolfram Schubert, zehn Jahre älter als er, hatte hingegen Malerei studiert und war ab 1960 als freischaffender Maler tätig. Was beide Künstler eint, ist das geschulte Auge und die sichere Hand und mit dem Alter zunehmend auch die Themen. Keine Hast, nichts, was wiedergegeben wird, ist dem Zufall überlassen, ob nun Natur, Architektur oder das Leben und in seinem Mittelpunkt der Mensch; alles ist sorgfältig komponiert und verdichtet, entbehrt jedoch nicht der Lust am Experiment. Die Neugier am Betreten von nicht ausgeloteten Räumen bleibt ihnen erhalten. Gespeist wird die Sicherheit der verwendeten Mittel aus einem schier unerschöpflichen Wissen an historischen Techniken und der Erfahrung der Umsetzung, die beide auch als Lehrer an die jüngeren Generationen weitergegeben haben.
Erst vor wenigen Tagen ist Hans-Joachim Schubert mit fast 90 Jahren verstorben. Bruder Wolfram Schubert, der erst vor acht Jahren von der Uckermark nach Gardelegen umzog, wird diesen Herbst 100 Jahre alt. Bis ins hohe Alter tätig zu sein, ist für ihn ein Lebensglück. Und so ist mit seiner Anwesenheit zur Vernissage fest zu rechnen.

