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Eröffnet seine Fotoschau in der ehemaligen Burggalerie: Tilo Pohle
Ziemlich genau 47 Jahre ist es her, dass am 17. Mai 1979 am damaligen Zentralen Platz die „Burggalerie“ eröffnete. Der Name leitete sich von der Burg Giebichenstein ab, und war mit seinem kunstgewerblichen Angebot quasi ein verlängerter Arm der Hochschule für Kunst und Design.
In jenem Jahr 1979 war Tilo Pohle gerade 16 Jahre alt und hatte die Fotografie bereits für sich entdeckt. Beruflich schlug er später die medizinische Laufbahn ein, aber das Interesse für die Fotografie blieb bestehen. Seine Bilder entstehen mit geradezu chirurgischer Präzision, mal sind es in intensive Farben getauchte Entdeckungen im städtischen Raum, dann wieder eher minimalistische Motive in schwarz-weiß.
Im Frühling 2025 hat er mit einer Fotoschau im lange leerstehenden Blumenpavillon auf dem Westfriedhof schon einmal einen lange verborgenen Ort wachgeküsst. Nun hat es ihm die Burggalerie angetan. Die hatte die wirren Wendejahre lange unbeschadet überstanden, ehe sie Ende 2020 schloss. Schon ein 6 Monate später zog die „Fabra Ars“ Galerie von Tatyana Nindel ein. Seit einem halben Jahr steht das Ladengeschäft am Ulrichplatz leer.
Mit seiner Fotoschau „Die Kunst der Reduktion“ setzt Pohle auf eine Fortschreibung der Galerie-Geschichte. Die Ausstellung ist für vier Wochen angelegt, aber auch eine Fortsetzung ist für ihn denkbar: „Ich kann mir ein ehrenamtliches Engagement durchaus vorstellen, um hier alle vier bis sechs Wochen eine neue Bildschau zu zeigen.“
„Die Kunst der Reduktion“, Schwarz-Weiß-Fotografien von Tilo Pohle, ist ab dem 2. Juni in der ehemaligen Burggalerie am Ulrichplatz zu sehen.

