„Was mich interessiert, ist nicht das Objekt, sondern das, was zwischen den Dingen lebt – Atmosphären, Stimmungen, simultane Wirklichkeiten, die sich nur für einen Moment zeigen und wieder entgleiten“, bringt es Teresa Casanueva auf den Punkt. In Havanna geboren, absolvierte sie ihr textiles Kunststudium an der Burg Giebichenstein und lebt heute als freie Künstlerin in Berlin.
Zwischen dem Sichtbaren und dem bloß Geahnten hat Casanueva eine eigenständige zeitgenössische Position entwickelt: Ihre Malereien, Zeichnungen und Grafiken bilden die Zeit nicht ab, sondern machen sie erfahrbar – als Stimmung, als Atemzug, als flüchtigen Moment, in dem Vergangenheit und Gegenwart einander berühren. Casanuevas intermediale Praxis begreift Malerei, Zeichnung und Druckgrafik als gleichwertige Ausdrucksfelder eines gemeinsamen visuellen Denkens. Im tastenden Prozess, ohne vorgefertigte Bildkonzeption, entstehen Werkgruppen, die einander durchdringen und wechselseitig befragen: Bildräume des Aufscheinens, in denen Figuration und Abstraktion, Materialität und Atmosphäre, simultane Wirklichkeiten in produktiver Spannung verharren.
KulturFabrik-Alsteinklub Haldensleben
Gerikestr. 3a, 39340 Haldensleben
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