© Helga Borisch
"Die Wespen“ von Aristophanes, Textilapplikation, 2024
Mit großflächigen Motiven kennt sich Helga Borisch aus: Den alten Magdeburgern wird noch ihre 1974 entstandene Bilder am Verbindungsgang zwischen Centrum-Warenhaus und Blauem Bock in Erinnerung sein. Sechs Jahre zuvor hatte sie, die aus dem Harzer Raum stammt, als freischaffende Künstlerin in Magdeburg angefangen. Bekannt wurde sie aber vordergründig als Gestalterin von textilen Kunstwerken. Gleichzeitig entstanden auch Aquarelle, Collagen, Druckgrafiken und Installationen, dazu besagte Wandbilder, sowie Ausstattungen fürs Puppentheater und Theaterkostüme.
Vor allem die mit Hintersinn erfüllte, poesievolle Heiterkeit in ihren Arbeiten machen bis heute deren Anziehungskraft aus. Gespeist wird ihre Arbeit aus Mythen, vor allem der Griechen einschließlich der Komödien, aus alten Bilderhandschriften, aus neuerer Literatur und aus der Musik. Ihre Grenzüberschreitungen zwischen den Gewerken der bildenden Kunst und des Kunsthandwerks sind Synonym für ihr über Jahrzehnte gewachsenes freies Œuvre.
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