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Herrengesellschaft im Park
Die Freimaurerei wird bis heute oft mit Geheimissen, Ritualen und Mythen verbunden. Dabei war und ist sie über Generationen hinweg vor allem eines: Teil der bürgerlichen Stadtgesellschaft. Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Freimaurerloge „Harpokrates“ zeigt das Kulturhistorische Museum nun in Kooperation mit der Loge die Geschichte und Bedeutung der Freimaurerei in Magdeburg.
Die „moderne“ Freimaurerei entstand Ende des 18. Jahrhunderts, dem Zeitalter der Aufklärung. Freimaurer zu werden war eine Möglichkeit, der uralten Sehnsucht nach Frieden, Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit nachzugehen. Die Ausstellung beleuchtet die Freimaurerei von den Anfängen über ihre Blütezeit, ihre Auflösung 1933, um Verfolgung und Verbot im Nationalsozialismus zu entgehen, bis zu der mit einer „Lichteinbringung“ gefeierten Wiedergründung 1993 und verortet sie in ihren historischen, gesellschaftlichen Zusammenhängen. Dabei wird deutlich, dass Freimaurerei im Zentrum städtischen Lebens stand – getragen von der Bürgerschaft, die sich in Wirtschaft, Militär, Wohltätigkeit und Bildung engagierten und die Entwicklung der Stadt nachhaltig prägten.
Ein chronologischer Rundgang zeichnet die Entwicklung der Freimaurerei in Magdeburg nach. Ein zweiter Weg widmet sich den Symbolen, Ritualen und Praktiken der Freimaurerei und eröffnet eine ikonografische Perspektive auf ihre Werte, Selbstverständnisse und Traditionen. Gezeigt werden Objekte aus der Sammlung des Museums sowie Leihgaben der Loge und weiterer Quellen. Begleitend zur Ausstellung werden Führungen, auch durch Mitglieder der Freimaurerloge Harpokrates, geboten.

