© Thomas Bachler
Sonnenblume 01, S+W-Barytnegativ, ab 2015
Thomas Bachler gehört zu den vielseitigsten Nutzern analoger Fotografie. Beim Studium lernte der 65-jährige einst eher experimentelle Fotoverfahren wie Camera obscura und Fotogramm kennen und schätzen. In seinen Arbeiten geht es ihm meist um das Verschränken von Gegensätzen: Innen-Außen, Hell-Dunkel, Erschaffen und Zerstören, Positiv und Negativ.
Bei der Serie „Sonnenblumen“ wurden vertrocknete Blumen mit einer selbstgebauten Kamera direkt auf Fotopapier portraitiert. Dank einer ausgeklügelten Beleuchtung erhalten diese großformatigen Negative eine positive Erscheinung - die vertrockneten Pflanzen werden so wieder lebendig. Im Zyklus „Am Fluss“ interessierte Bachler der Charakter eines Flusses, der eine Landschaft zerschneidet, aber auch zusammenführt. Und natürlich die Menschen am Ufer, für die der Fluss ein Ort des Geschehens ist. Hier nutzt er die Technik der Heliografie, um seine Fotografien in den Tiefdruck umzusetzen.

