© Wenzel Oschington
Ausstellung Kunst/Mitte
Vier Tage Inspiration, 550 Meter Galerielänge und eine beeindruckende Dichte an Gegenwartskunst: Vier Tage lang verwandelt sich die Messehalle 2 erneut zum pulsierenden Treffpunkt für Kunstschaffende, Galerien, Sammler und ein neugieriges Publikum. Zur zwölften Auflage der KUNST/MITTE präsentieren 61 jurierte Aussteller ihre Arbeiten. Die Bandbreite der Werke spiegelt die Vielfalt des aktuellen Kunstmarktes wider: Von Malerei und Grafik über Skulpturen und Fotografie bis zu Mixed-Media-Installationen. Vertreten sind überregionale Größen wie der Art Pavillon ‘61 aus Berlin oder die Galerie FLOX aus Dresden sowie die lokale Kunstszene mit Institutionen wie der Galerie Himmelreich oder dem Galerieladen.
Ein Fokus liegt auf der Würdigung eines großen Künstlers: Oskar Manigk, 1934 in Berlin geboren, wird als Artist in Residence geehrt. Damit rückt die Messe ein ostdeutsches Lebenswerk ins Zentrum. Manigk, der auf Usedom und in Berlin lebt, hat die Kunstszene über Jahrzehnte geprägt. Seine expressiv-figurative Malerei, abstrakte Zeichnungen und seine frühe Verbindung zur Mail-Art-Bewegung zeugen von kreativer Unabhängigkeit. Seine Werke sind heute Teil bedeutender Sammlungen, darunter die Kunsthalle Rostock und das Museum Folkwang. Die Ehrung ist ein Signal für die Wertschätzung der ostdeutschen Kunstgeschichte.
Neben etablierten Positionen gehört die Bühne traditionell dem Nachwuchs. Im YoungArtistSpace (YAS) erhalten zehn junge Künstler die Gelegenheit, frische Perspektiven zu präsentieren. Begleitet wird diese Förderung durch ein Rahmenprogramm, dessen Höhepunkte die Vergabe der YAS-Awards sowie des Preises der Kunststiftung Sachsen-Anhalt bilden, den Kulturminister Rainer Robra überreicht. Damit beweist die Messe, dass sie Schaufenster der Gegenwart und Impulsgeber für die Kunst von morgen ist.

