1 von 3
© Katharina Stark, Martina Stark, Andreas Köppe
Textile Werke bei "Lost Paradises"
2 von 3
© Martina Stark
Flachweberei "Sprachverwirrung"
3 von 3
© Katharina Stark, Martina Stark, Andreas Köppe
Jacquardweberei "Sunset"
Katharina Stark und Andreas Köppe kennen sich schon aus Zeiten des Studiums Textile Künste an der Burg Giebichenstein, seither arbeiten die beiden in vielfältigen künstlerischen Projekten zusammen. Zum einen sind es Arbeiten der architekturbezogenen Kunst, zum anderen Werke der Weberei, die sie gemeinsam entwerfen und umsetzen. Formal und inhaltlich geht es oft um die Fusion mehrerer Bild- und Bedeutungsebenen, die sich überlagern und verschmelzen. Die Uneindeutigkeit, die Unschärfen und die Widersprüchlichkeit des menschlichen Seins stehen oft im Fokus ihrer Arbeiten. Die Thematiken ihrer Textilen Kunst changieren, sind intuitiv und entspringen dem gegenwärtigen Zeitgeschehen – sie bleiben dem Prozess verhaftet und bilden diffus anmutende Bildeinheiten, ähnlich den Unschärfen der Wahrnehmung und des Gedächtnisses. Vielschichtige Gewebestrukturen bilden eine komplexe Matrix aus sich verkreuzenden Fadensystemen. Die unterschiedlichen Materialeigenschaften technischer Garne lassen flüchtig wechselnde Bilder erscheinen, die sich, je nach Blickwinkel, durchdringen oder wieder verschwinden. Die Gewebe wirken oft verspielt, zum Teil auch zerstört und kaum entstanden: schon in Auflösung begriffen.
Nun machen die beiden mit Katharinas Mutter, Martina Stark, gemeinsame Sache. Die war über zwei Jahrzehnte als Lehrerin für Elementare Grundlehre an der Hochschule Magdeburg-Stendal tätig. Seit ihrer Pensionierung 2019 widmet sie sich wieder ihrer künstlerischen Tätigkeit. „Inspiration für meine Arbeiten finde ich in Fragmenten, Strukturen oder Fundstücken des Alltags, die oftmals Spuren von Verschleiß tragen“. Meist sind es Collagen oder Zeichnungen auf Prägungen, die mit der Tiefdruckpresse enstehen.

