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© Grace Weaver, courtesy the artist and Galerie Max Hetzler Berlin Paris London Marfa
Grace Weaver, Untitled (Mother and Child), 2025, acrylic on canvas, 300 x 500 cm
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© Grace Weaver
Allegro ma non troppo, 2024
In ihrer Serie „Mothers“ prägen schwungvoll aufgetragene Linien die Flächen. Die Umrisse des Körpers sind Form, Grenze und Wagnis. Die Kleidung als alltägliche Rüstung fehlt. Nähe und Zuwendung zum Kind, der eigene Körper im weiblichen Akt erscheinen frei in der Geste, aber auch verletzlich. Mit ihren oft monumentalen Bildern zitiert die in Vermont, USA, geborene Künstlerin visuelle Vokabeln von antiker Vasenmalerei über gotische Madonnen bis zur Kunst der Moderne und reformuliert sie zugleich.
Mitunter bilden die Körper der Frauen emblematische Formen, ein Herz oder das Zeichen für Unendlichkeit. Augenblick und Ewigkeit werden dabei von den dynamisch sich über die Fläche ziehenden Linien festgehalten. Indem Weaver eine Maltechnik ähnlich dem Affresco verwendet, spiegelt sie die Unmittelbarkeit der Entstehung wider und bildet aufgrund des Verzichts auf Korrekturen Körperlichkeit und Materialität auf der Leinwand ungefiltert ab. Die Größe der Gemälde erfordert bei der Betrachtung Distanz, während das Motiv Intimität offeriert. Mitunter erscheint es wie ein Spiel mit Nähe und Ferne, im Wissen um die Welt außerhalb der flächigen Figuren.
Neben „Mothers“ gehören auch Arbeiten der Serie „Flowers“ zur Ausstellung, ebenso geprägt von den dynamischen Lineaturen, die im Raum zu schweben scheinen.
Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen
Regierungsstraße 4-6, 39104 Magdeburg
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Di-Fr 10-17 Uhr, Sa/So und feiertags 10-18 Uhr, Mo und am 24.12., 25.12., 31.12. geschlossen, an den übrigen Feiertagen 10-18 Uhr

