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© Frank Meier
„Voller Einsatz“, Öl auf Leinwand von Frank Meier
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©Heite, F. Meier & G. Gieseler
Projekt „Drei in einem Bild“ v. J. P. Heite, F. Meier & G. Gieseler
Dank des in seinem Werk entwickelten Eisenhartgusses blühte das Geschäft von Hermann Gruson (1821-1895). Tief im Herzen galt seine Leidenschaft aber anderen Blüten. So errichtete er an seiner Fabrikanten-Villa ein paar Gewächshäuser und kultivierte dort eine der bedeutendsten Kakteensammlungen des 19. Jahrhunderts. Nach seinem Tod am 30. Januar 1895 ging seine Pflanzensammlung ins Eigentum der Stadt über, begleitet vom Finanzierungsanschub zum Bau Städtischer Gewächshäuser. Seit ihrer Eröffnung 1896 verkörpern diese Gruson-Gewächshäuser ein lebendiges botanisches Erbe mit überregionaler Ausstrahlung.
Zum 130-jährigen Bestehen lädt der Förderverein Gruson-Gewächshäuser e. V. zur Jubiläumsausstellung: Die Gewächshäuser werden zur Bühne für Skulptur, Malerei und Fotografie. Zwischen Palmen und tropischer Blütenpracht entfaltet sich ein sinnlicher Dialog zwischen Natur und Kunst. 14 Künstler sowie eine Künstlergruppe gestalten die „Grüne Bühne“. Mit dabei sind regionale Bildhauer wie Wolfgang Roßdeutscher, Joachim Röderer, Marcus Iden, Martin Kühnel (in Zusammenarbeit mit Max Grimm) oder Andreas Seidel, dazu die Maler Robin Zöffzig, Jochen P. Heite, Frank Meier, Gereon Gieseler, Viktoria Veil, Ulrike Wende und Oliver Scharfbier sowie die Fotografen Gert Fiedler und Alexander Suslow. In ihren Werken ließen sie sich auch von der außergewöhnlichen Pflanzenwelt inspirieren und treten mit ihren Werken in sinnlichen Dialog zwischen Kunst und Natur.
Ein Projekt der Ausstellung ist „3 in einem Bild“: Jochen P. Heite (Blackpainting), Frank Meier (Fabelhafter Realismus) und Gereon Gieseler (Technischer Realismus) beginnen jeweils ein eigenes Werk – und tauschen es im Entstehungsprozess untereinander. So hinterlässt jeder Künstler in jeder Rolle – als Erster, Zweiter und Dritter – seine Spuren. Es entsteht ein vielschichtiger künstlerischer Dialog auf gemeinsamer Leinwand.
Die Vernissage verspricht ein Event zu werden. Die Laudatio von Janina Otto wird musikalisch von Jan Heise (Violine) begleitet. Im Anschluss verwandelt DJ Uwe das Farnhaus in atmosphärische Klanglandschaften. Und wenn sich tropisches Grün, zeitgenössische Kunst und elektronische Klänge begegnen, entsteht eine lebendige Plattform für Dialoge aller Art.
©Engelhardt
Gruson-Gewächshäuser
Schönebecker Straße 129b, 39104 Magdeburg
Mo geschlossen Di-So 10-18Uhr an Feiertagen (auch montags) geöffnet 24.12. geschlossen

