1 von 2
© LDA/Karol Schauer
Die Schamanin von Dürrenberg
2 von 2
© Ethnologisches_Museum/Martin Franken
Schamanentrommel
1934 wurde im Kurpark von Bad Dürrenberg ein gut 9000 Jahre altes Grab aus der Mittelsteinzeit entdeckt. Bestattet waren eine 30- bis 40-jährige Frau und ein Säugling. 2019 wurde die Grabgrube erneut freigelegt und mit modernsten Methoden untersucht. Hierbei kamen Funde zutage.
Nun ist eine Ausstellung auf den Spuren dieser Schamanin von Dürrenberg, um diesen frühesten Hinweisen auf das Phänomen des „Schamanismus“ nachzugehen. Denn im vielfältigen Grabinventar finden sich Werkzeuge aus Knochen, Geweih und Stein, die Hinweise auf handwerkliche Tätigkeiten der Frau geben. Auch ein „Schminkset“ zum Zerreiben und Auftragen von Rötel lag in der Grube. Bemerkenswert ist die enorme Vielfalt der im Grab präsenten Tierarten, die sicher nur zum kleinsten Teil Nahrungsvorräte für das Jenseits sein sollten. Das Artenspektrum reicht vom Kranich über Igel, Biber, Schildkröten und Wildschein bis zum Ur/Wisent oder Hirsch. Vom Reh fand sich ein bearbeitetes Schädelstück mit Geweih, dass wohl rituell auf dem Kopf getragen wurde.
Ein großer Teil der Ausstellung widmet sich zudem dem Mesolithikum als wichtiger Phase der kulturellen menschlichen Entwicklung und zeigt dafür Exponate aus aller Welt.
Landesmuseum für Vorgeschichte
Richard-Wagner-Straße 9, 06114 Halle (Saale)
Bitte aktivieren Sie JavaScript.
Di-Fr 9-17 Uhr, Sa/So 10-18 Uhr

