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© Thomas Langer
Jahreswechsel 1941/42 auf der Hütte: Hans und Sophie Scholl
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© Thomas Langer
Musical-Aufführung des Stadttheaters Fürth
Passt das Genre Musical zum Thema antifaschistischer Widerstand? Ja, meinen Titus Hoffmann (Buch und Liedtexte) und Thomas Borchert (Musik). Aus Original-Gedichten von Hans Scholl und historischen Berichten kreierten sie einen ungewöhnlichen Abend, der dem Publikum einen neuen Blick auf die Widerstandsgruppe Weiße Rose vermittelt. Bei „Die Knospe der Weißen Rose“ handelt es sich um ein Kammermusical.
Die Crew besteht ausnahmslos aus Musicaldarstellern. In der Rolle des Hans Scholl wird z. B. Alexander Auler, der auch im Sommer beim Domplatz OpenAir „Oklahoma“ gastiert, zu erleben sein. Die Autoren vermeiden jegliche Agitation und nähern sich dem Stoff differenziert und ohne Werturteile. Die Geschichte spielt Ende Dezember 1941 und geht nur wenige Tage. Sieben Freunde, unter ihnen Sophie und Hans Scholl, verbringen den Jahreswechsel auf einer Berghütte. Szenische Rückblicke beleuchten Vergangenes. Eine alptraumartige Sequenz erzählt von Zukünftigem wie der Verhaftung der Geschwister: die Gründung der Weißen Rose wird assoziiert und sozusagen vorweggenommen, darum der Titel „Die Knospe der Weißen Rose“.
Die Inszenierung, die in sieben Kategorien mit dem Deutschen Musical-Theater-Preis 2023 ausgezeichnet wurde, ist eine komplette Übernahme einschließlich Band vom Stadttheater Fürth. Das hiesige Theater fungiert sozusagen als Gastspielort. Nur das Marketing liegt in den Händen der Magdeburger. So gibt es ein ausführliches Begleitmaterial für Schulen und diverse Publikumsgespräche ergänzen das künstlerische Angebot.
© HL Böhme
Opernhaus/Theater Magdeburg
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