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Da sind wir aber immer noch
Gerade ist das Kabarett Zwickmühle in seine 30. Spielzeit gestartet. Mastermind Hans-Günther Pölitz, der im Januar 1996 zu den Gründern des ersten privaten Kabaretts im Bundesland gehörte, aber betont: „Für das politische Kabarett bin ich einst angetreten, das versuche ich bis zum letzten Atemzug durchzusetzen“. Denn der 73-jährige sieht das politische Kabarett auf dem Rückzug. Für ihn und sein Team aber ist in Stein gemeißelt, dass „wo Zwickmühle draufsteht, auch politsche Satire drin ist. Irgendwann werden wir damit die weißen Raben sein, aber das ist auch eine geschützte Art“.
So heißt ihr neues Dreier-Programm bezeichnenderweise „Da sind wir aber immer noch“. Marion Bach, Heike Ronninger und Hans-Günther Pölitz zünden darin auf ungewöhnliche Art politische Flashbacks. „Sämtliche Sätze, die gesprochen werden, haben wir den Programmen der vergangenen 30 Jahren entnommen.“ Wer denkt, dass es hier um historisches Kabarett geht, irrt. Denn die Sätze passen höchst aktuell zur politischen Lage im Land und in der Welt, sind also up to date. Und die Kabarettisten zeigen auf, dass sich Entwicklungen der Vergangenheit durchaus wiederholen können.

