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Der Mörder und sein Opfer: Orest und Aigisthos
Die kultige Theatergruppe Braune-Sommer-Wiese schlägt auch in diesem Sommer ihre Zelte auf und verfolgt weiterhin enthusiastisch ihren Plan, „für die Menschen hier“ Theater zu spielen, das die Welt und insbesondere „diese gebeutelte Region“ ein wenig schöner, besser und lebenswerter macht. Die Ufer der Ehle zwischen Herrenkrug und Biederitz verwandeln sich diesmal in antike Gestade und der Dauercampingplatz ins Königreich Mykene, wo auf der Grundlage von Aischylos' berühmter Dramen-Trilogie geliebt und gelitten, gejubelt und gestritten, gemordet und gerichtet werden wird.
Die Arbeit am nunmehr 37. Versuch ist die Fortsetzung der im vergangenen Sommer mit bemerkenswertem Erfolg bewältigten Mammutaufgabe, ohne die verstorbenen Urgesteine Beate und Achim (Susanne und Michael Bard) weiterzumachen, ohne dass das befreiende Lachen im Hals stecken bleibt. Da die beiden Publikumslieblinge ihren Mitstreitern einen Abbruch der Serie aber niemals verziehen hätten, gibt es auch in diesem Jahr eine neue Folge.
Zur Unterstützung kehrt ein weiteres Urgestein der Serie, die legendäre „Susi aus Sömmerda“ (Beate Fischer), an die Ehle zurück, die letztmals 2018 im „Kalten Herz“ mitgewirkt hatte. Und so wird das verbliebene „Amateur“-Ensemble um Ente, Vicky, Sabbel, Pinsel, Appel und Kessel sich gemeinsam mit ihr erneut dem anspruchsvollen Regie-Diktat von Jens „Jente“ Kühle unterwerfen und in der „Orestie“ nicht weniger als die „weltgeschichtliche Niederlage des weiblichen Geschlechts“ (Engels) sowie die „Geburt der Justiz aus dem Geist der Tragödie“ illustrieren. „Für die Menschen hier!“
Zu den Vorführungen „Olvenstedt probiert‘s“, 37. Versuch: „Orestie“
Forum Gestaltung
Brandenburger Straße 9-10, 39104 Magdeburg
Ausstellungen: Mi bis So, 14 bis 18 Uhr und bei Veranstaltungen

