© Thilo Neubacher
Inszenierung "Ginger Bread House"
Seit 2003 wird in einem ehemaligen Ballhaus im Leipziger Westen experimentelles Figurentheater gemacht. In diesen „Westflügel“ sind neben den beiden am Haus arbeitenden freien Ensembles „Figurentheater Wilde & Vogel“ und „Lehmann & Wenzel“ immer wieder Künstler aus aller Welt aktiv. Dazu gibt es Konzerte, Ausstellungen und kreative Workshops.
Bei ihrem Stück „Ginger Bread House“ haben Samira und Stefan Wenzel mit Stefanie Oberhoff [Stuttgart] und dem Leipziger Henry Sargeant [Leipzig] gemeinsame Sache gemacht. Alle vier sind dafür bekannt, dass es auf ihrer Bühne stets verrückter zugeht. Herausgekommen ist ein Puppenspiel, das auf den ersten Blick chaotisch und ein bisschen „schrecklich“ daher kommt. Denn bei „Ginger Bread House“ spielt Horror eine Rolle – wenn auch nicht vordergründig. Den roten Faden des Stücks bildet der Bau eines Pfefferkuchenhauses. Ob das Haus am Ende wirklich steht, lässt sich nur vermuten. Denn währenddessen treiben Stimmperformer Sargeant und die drei Figurenspieler mit den alt aussehenden Puppen Schabernack. Zusammen sorgen sie für musikalische Ausflüge und ein dynamisches Chaos auf der Bühne. Das Publikum wird an manchen Stellen mit eingebunden, muss sich jedoch nicht sorgen, dass es zuviel werden könnte.
Ach, dieses Gastspiel erinnert an Zeiten, als auch am Magdeburger Puppentheater aus dem Ensemble heraus mit Formaten wie dem „Café Monaco“ herrlich experimentelles Programm gemacht wurde. So darf man das erste Gastspiel der Leipziger in Buckau nicht verpassen.
© Jesko Döring
Puppentheater
Warschauer Straße 25, 39104 Magdeburg
Kassenzeiten Di-Do 10-12.15 Uhr u. 13-18 Uhr Fr 10 -12.15 Uhr u. 13 -16 Uhr Abendkasse: 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn nach Vorstellungsbeginn erfolgt kein Nacheinlass.

