© Kerstin Schomburg
Die Inszenierung macht die Kammer 2 des Schauspielhauses zu einem Resonanzraum
Unfassbar vielfältig ist das Leben in den Ozeanen. Tausende verschiedener Plankter leben dort – seit Milliarden von Jahren. Sie leuchten und schimmern, bilden Kolonien, leben in Symbiosen mit oder in anderen Lebewesen. Als mikroskopisch kleine Sauerstoffproduzenten versorgen sie die Erde mit Atemluft und regulieren das Klima. Das griechische „Plankton“ bezeichnet dabei eine Daseinsform – „das Umhergetriebene“, das im Wasser schwebt.
Julia Oschatz ist Bühnenbildnerin und hat sich einen poetischen Kosmos erdacht. Auf performativer Forschungsreise taucht man als Zuschauer per U-Boot in die Tiefe und erlebt die Welt durchs Bullauge. Der „Kanton Plankton“ öffnet einen künstlerischen Resonanzraum, der unsere Vorstellungen von Stoffwechsel, Fortpflanzung – vom Leben überhaupt – herausfordert.
Nach „Dear Cella“, einer Hommage an die Pflanzenzelle, setzt sie mit „Kanton Plankton“ die Übertragung von biologischen Prozessen in performative Aktionen fort.
© Nicole Eggeling
Schauspielhaus/Theater Magdeburg
Otto-von-Guericke-Straße 64, 39104 Magdeburg
Theaterkasse: eine Stunde vor Vorstellungsbeginn

